KunstNatur in Güttersbach

Kunst, Natur und Begegnung auf dem Land

Zum dritten Mal lud der Förderverein Güttersbacher Dorfleben zu „Interventionen KunstNatur“ ein. Zwischen Garten, Scheune, Atelier, Scheune und Bienenhaus entstand ein besonderer Kunstort, an dem sich Kunst, Literatur, Musik und Dorfleben begegneten.

Neun Künstlerinnen und Künstler aus der Region waren dabei: Rosi Alberti zeigte Blumen- und Landschaftsbilder in Gouache, Kohle und Kreide. Bernhild Hofherr verwandelte Fotografien mit unterschiedlichen Drucktechniken in Kunstwerke. Martin Rieker präsentierte Kühe in vielen fotografischen Variationen.

Anne Esser stellte symmetrische, bewusst nicht perfekte Collagen aus Zeitschriften und anderen Zufallsfunden aus. Annette Büttner zeigte abstrakte Acrylbilder, die ohne konkrete Vorlage aus vielen Farbschichten entstanden.

Im Bienenhaus war Barbara Strowassers Projekt über frühe Pilotinnen zu sehen. Sieglinde Gros präsentierte Holzskulpturen, gearbeitet mit Kettensäge und Stemmeisen. Aaron Antes widmete sich dem menschlichen Kopf und spielte mit Abstraktion und Verfremdung. Eva Marie Breuer zeigte Porträts von Menschen und Tieren; ein Film gab Einblick in die Entstehung eines Hundeporträts.

Auch Lesungen und Musik bereicherten das Kunstwochenende: Sabine Hofmann las aus ihrem Krimi „Weiße Westen, schwarze Nächte“, Josef Schwarz aus seinem Gedichtband „Zwei x Dreizehn Seeleneinblicke“. Für die musikalische Begleitung sorgten Aaron Antes an der Gitarre, Uwe Koltzsch und Fredi Alberti am Cello. Der ChlettererChor aus Darmstadt-Starkenburg bereicherte den Samstagnachmittag und den musikalischen Abschluss gestaltete die Mainzer Band Caravan of Fools mit lauten und in leisen Tönen eigener Songs und Coverversionen.

Eine Ergänzung war die Ausstellung „Malende Mütter“ mit Werken von Brigitte Sulyok und Lotte Lina Schwinn. Zu sehen waren Gemälde, Kohlezeichnungen, Aquarelle und Landschaftsbilder – eine persönliche Begegnung.

Viele Besucherinnen und Besucher nutzten trotz der Hitze die Gelegenheit, Kunst in ungewohnter Umgebung zu erleben, bekannte und neue Gesichter zu treffen, im Schatten zu ruhen, Musik und Lesung zu lauschen. Für das leibliche Wohl sorgte der Förderverein mit allerlei Leckerem – besonders beliebt war wieder die selbstgemachte Pizza aus dem Holzofen.