Neujahrsempfang im Dorfgemeinschaftshaus
Premiere im Dorfgemeinschaftshaus. Der Verein Güttersbacher Dorfleben e.V. hatte eingeladen und 33 Gäste nutzten die Gelegenheit um bei der Jahresauftaktveranstaltung auf das Neue Jahr anzustoßen. Bürgermeister Mutschke berichtete von seinen ersten Eindrücken und Herausforderungen und Frau Geyer von der Ehrenamtsagentur des Odenwaldkreises gab Aufschluss über die Aufgaben der Agentur und das Ehrenamt im allgemeinen. In der Pause, konnten sich die Gäste am Buffet stärken und austauschen.
Zum Ende der Veranstaltung wurde die Ausstellung der IGO “Zukunft der Dörfer” eröffnet. Die vollständige Wanderausstellung kann in den nächsten Wochen in Hiltersklingen im Jugendhaus besichtigt werden. Die Öffnungszeiten sind im Rundbrief zu finden.
Erster Themenabend 2026
Impressionen vom Jakobsweg
Ein kurzweiliger Abend
Mit viel Humor, persönlichen Eindrücken und interessanten Details nahmen uns die Pilgerreisenden Trude und Henner Dietl aus Reichelsheim mit auf ihre Reise über den Jakobsweg durch Spanien. 780 Kilometer in 31 Tagen und das oft in ungewohnten Höhenlagen.
Der Alltag der Pilger klang gleichermaßen herausfordernd: Ein-Raum-Herbergen mit 92 Betten, geschlossene Fenster wegen Stechmücken, nächtlichem Schnarch Konzert inklusive. Morgens dann lange Schatten und abends müde Beine – und immer wieder Blasen an den Füßen.
Unterwegs zeigte sich, dass der Jakobsweg nicht nur landschaftlich, sondern auch menschlich voller Überraschungen steckt: Drei Beerfelder im Templerorden bei Pamplona, ein indischer Pilger in Flipflops in Galicien oder ein Stempelgeber, der eigentlich Medizin in Heidelberg studiert.
Natürlich durften die klassischen „Must-have“-Fotos nicht fehlen: am Alto del Perdón („Berg der Vergebung“), vor der Bar mit aufgereihter Rucksackfront oder entlang endloser Blütenmeere.
Besondere Orte blieben im Gedächtnis: Die Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada mit lebenden Hühnern im Käfig, León mit 125 farbigen Glasfenstern oder Ruitelán, wo ein buddhistischer Herbergsvater mit Glöckchen weckt – zum „Ave Maria“ von Maria Callas vor einem Dalai-Lama-Poster.
Am Cruz de Ferro wird es dann still: Jeder Pilger legt einen Stein ab, den er von zuhause mitgebracht hat – und lässt damit symbolisch ein Stück Gepäck zurück, das man nicht im Rucksack tragen kann/will.
Vom Monte do Gozo aus ist Santiago bereits zu sehen, und in der Kathedrale markiert die Umarmung der Statue des Heiligen Jakobus schließlich das Ende der Pilgerreise. Der riesige Weihrauchkessel, über einen Zentner schwer, schwingt dabei eindrucksvoll durch das Kirchenschiff.
Mit der Ankunft in Santiago gibt es für viele den letzten Stempel: die „Compostela“. Sie bestätigt offiziell, dass der Jakobsweg zu Fuß (mindestens 100 km) oder mit dem Rad (200 km) zurückgelegt wurde – ein Zertifikat mit starker Symbolkraft.
Ein herzliches Dankeschön für diesen wunderbar kurzweiligen, informativen und humorvollen Vortrag – persönlich, lebendig und mit Tiefgang